“Insubordinately Sublime” Inigo Wilkins about recent concerts 2016

„Wenn diese Dame Kohl schneidet, ist Szenenapplaus unvermeidbar.“ taz Bremen 2012

boomkat writes: Dadaist poetry and music from German artist Ana Berkenhoff and ONO capo Michael Holland ov Islington Mill, Salford. In tribute to Kurt Schwitters – a core influence on the ONO label – Ana riffs on his parody of a love poem, ‘An Anna Blume’ set to wobbly lower case electronics in six parts. Between them, they blur the lines between poetry and tone poem, with Manchester’s answer to Peter Pan coaxing out a gauzy spectrum of eccentric small sounds, lopped beats and radiophonic quarks matched for quirkiness by Ana’s contributions; from glossolalic rambles to English translations of the Schwitters’ text, because “it is unbearably cheesy in my mother tongue…” according to the artist herself.

Expedition/ Süddeutsche Zeitung

“Ana Berkenhoff findet hierbei einen ganz eigenen Ton, der die Texte Müllers weder psychologisch auflädt noch trocken abliefert, sie nicht vereinnahmt und damit den Hörern enteignend wegnimmt, sondern in einer überraschend offenen Fragilität dem Vergnügen und Verstehen der Zuschauer anheim stellt. Dass das zusammen geht mit einer unabhängigen körperlichen Präsenz, ist ein seltener Glücksfall.” Heiner Goebbels 2010

„Das Beste aus der Freien Szene: Die Welt ist eine Festhütte. Da ist zum Beispiel Ruedi Häusermanns Hommage „Kapelle Eidg. Moos“, die in eine richtige Stubette mit Bier und Wurst mündet. Gefeiert wird auch in „Birthday“ einem Stück über männliche Lebensentwürfe, das man nur schon wegen Andreas Liebmanns enigmatischer Performerin Ana Berkenhoff gesehen haben muss.“ Andreas Tobler , Zürich 2013

Birthday/ Zürich

picadilly records writes: Put simply, Ono is the North West’s and possibly England’s greatest DIY label / art project and without it, it could be argued, the world would be a much more miserable place! Anyway, with great excitement I glanced at the latest release: sounding a little like an Eccentronic Research Council meets Raymond Scott’s Mahattan Research Inc meets Cluster, this is a collection of poetry, electronics and improvisation woven together like a tapestry and drawing you in like a tense but beautifully shot thriller. Clangers-esque theramin sine tones, ethnic percussion, multi-lingual poetry, mangled strings – a plethora of idents from an all manner of subversive stylings. Recorded over many days March – April 2015 W/ Roland 303 Groovebox, Zoom H4 Fostex 160 Multitracker, Samplr, Trichord, Plumbutter, Steel on Foam and Littlebits.This is brilliant!

Liebmann bringt in „Birthday“ die große Frage auf die Bühne, wie man das Leben zu etwas großartigem machen kann. Dafür hat er sich mit Ana Berkenhoff verstärkt, einer enigmatischen Performerin, die uns zum Spiel mit Holzscheiben animiert, die seltsame Telefonate führt und auch sonst widerholt zu Erzählungen ansetzt, die in der Uferlosen Gischt des Moments zerstieben. Dennoch ist jeder ihrer Auftritte ist eine kleine Feier des Hierseins, und damit ein Gegenkonzept zum Leben der Männer, das auf Erkenntnis und Nachruhm ausgerichtet war.” Andreas Tobler, Züricher Tagesanzeiger, 2013

Es ist ja doch eher selten, dass man bei einer Aufführung so dicht im Geschehen der Bühne ist, ohne an all die schrecklichen Mitspiel-Theaterstücke der 70er Jahre erinnert zu werden. Bei Geburtstag! gibt es diese Dichte. Wer sich nicht sofort in regressiver Anwandlung auf die Baumscheiben stürzt, um seine seit langem ungestillte Klötzchen- Bau-Liebe zu befriedigen, kann sich auch einfach am Schauen erfreuen und ganz dicht dabei, der Intensität von Ana Berkenhoff zusehen, jeden ihrer Atmer, Haucher, kleinster Lacher, überhaupt jede Gefühlsregung im Ansatz erleben, hören, wie die Buchstaben zu Sinn aneinander gereiht werden und dann heraus perlen und lange Klangfäden bilden………..Gruß!! Adrienne Goehler 2013

Wartopia/ Süddeutsche Zeitung

Ich kenne Ana B als stets entdeckungsfreudige und erfindungsreiche Künstlerin. Ich habe im Rahmen des Szenischen Projekts „Alte Schule“ mit Ana gearbeitet. Es fallen ihr immer wieder tolle Sachen ein und sie kann super performen. Ich war zugegen, während sie für einen Tag in ihrer Wohnung Koma- Patientin für einen Film geprobt hat, sprich sich überhaupt nicht bewegen durfte und das ist für mich ein Bild geblieben dafür, wie sie permanent einerseits forscht und daraus aber auch schnell etwas umgesetzt bekommt, – auch dafür könnte ich einige, weitaus vitalere Beispiele nennen. Jedenfalls kann ich die Zusammenarbeit mit Ana B rundum empfehlen und jedem wünschen. Daniel Wetzel, Rimini Protokoll, Berlin 21.2.2013

Andreas Tobler, Chur, 2013 : Und damit begebe ich mich auf einen Trip durch die verschiedenen Räume, in denen man als Besucher wiederholt in kafkaeske Situationen versetzt wird. Nichts ist sicher. Noch nicht mal die eigene Identität, die sich aufzulösen beginnt, wenn man in einem der Räume einer schnurrbärtigen Frau gegenüber sitzt, die unserer beiden Gesichter in der spiegelnden Scheibe zwischen uns übereinanderschiebt. Später wird die Schnurrbärtige mich fragen, ob ich denn öfters an Orte gehe, ohne zu wissen, was mich dort erwartet. Ja!

Feiern, Denken, Stapeln.

Die NZZ sagt:
“”Birthday” sagen, Tod meinen.”

 

„Cecilie Ullerup Schmidt hat Kafkas Text in Heiner Müllers Übertragung in eine ebenso schlichte wie bannende Choreographie übertragen. Ihrer Inszenierung gelingt es, eine Sprache für die Verbindung von Schönheit und Schrecken in Kafkas Text zu finden. Dafür hat sie mit Ana Berkenhoff die Idealbesetzung gefunden. Ihrem Spiel, in dem sich äußerste Absichtslosigkeit und höchste Absicht vollkommen zu durchdringen scheinen, gelingt es, das in Müllers Kafka-Fassung zurückzubringen, was dieser aus Kafkas Text gestrichen hat: Die Abschweifung, den Umweg, die Girlande. So wird es zur sinnfälligen Erscheinung jener ebenso unausweichlichen wie unerträglichen Perversion, im Schreiben und Sprechen eines Textes über Folter sich anderen, vom Gehalt wegführenden Zwecken zu widmen, ja hinzugeben – der Grazie, der Schönheit. Steigerung der zugefügten Qual durch ihre Mißachtung. Beiläufig wie ein gelangweilter Folterknecht übermittelt diese Inszenierung uns, was Kafkas Text in Müllers Verkürzung darstellt. So kann die Inszenierung als Variation über die Komplicenschaft der Kunstwerke mit der Macht gelesen werden. So wenig wie Kafka und Müller läßt sie moralische Wertung oder einfühlendes Mitleiden zu. Ihre Kälte ist von jener Qualität, die Kafkas Prosa mit Chaplins Filmen verbindet. Ana Berkenhoff in Cecilie Ullerup Schmidts Inszenierung, das ist ein böser Engel auf einer Bühne ohne Trost.“

Nikolaus Müller-Schöll 2010

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